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DMS Hannover 4.2.12

Mein Weg in den schwimmerischen Hochleistungssport:

Angefangen habe ich mit Schwimmen schon mit viereinhalb Jahren in einem kleinen Schwimmbecken im Berufsförderungswerk im Stadtteil Farmsen in Hamburg. Meinen Eltern war daran gelegen, dass ich möglichst früh schwimmen lernte; anschließend bin ich beim Schwimmen “hängen geblieben” wie viele andere aus der so genannten “Seepferdchengruppe” auch und ging zunächst einmal und dann in den Folgejahren gesteigert bis zuletzt viermal in der Woche zum Vereinsschwimmen. Mein schwimmerisches Talent reichte aus, um bei den Deutschen Meisterschaften anzutreten; allerdings bin ich natürlich dabei hinter den Hochleistungssportlern, die mehr als das Doppelte meiner Trainingszeit investierten, “hinterher geschwommen”.

Mir wurde bereits im Jahr 2001 angeboten, am Olympiastützpunkt Hamburg/Kiel im Rahmen der Talentförderung zu trainieren, jedoch konnte ich die Schule und den hohen Trainingseinsatz zum damaligen Zeitpunkt nicht verkraften und musste frustriert aufgeben.

Auch wenn ich den Anschluss an die deutsche Spitze verloren hatte, so trainierte ich nach einer kurzen Frustrationsphase im Verein weiter viermal in der Woche und nahm im 15. Lebensjahr eigenständig ein Stabilisationstraining in den Fitnessräumen des AMTV Hamburg auf, was ich zusätzlich dreimal in der Woche eigenständig absolvierte. Mit der Schwimmsparte des AMTV hat der Farmsener TV mittlerweile übrigens eine Startgemeinschaft gebildet, die in der zweiten Bundesliga schwimmt. Nach einem knappen Jahr zeitigten meine Trainingsbemühungen gute sportliche Resultate und der damalige Verbandstrainer, Herr Klaus Schröder, sowie mein Vereinstrainer, Christian Andresen, “beknieten” mich, einen zweiten Versuch zu wagen, mein schwimmerisches Talent auszuschöpfen. Aus heutiger Sicht bin ich für ihre Überzeugungsarbeit dankbar.

Bei meinem zweiten Wechsel vom Leistungssport in den Hochleistungssport habe ich “Nägel mit Köpfen” gemacht. Nach Abschluss der 10. Klasse wechselte ich deshalb zur Gymnasialen Oberstufe der Schule “Alter Teichweg”, um Wegezeiten zu sparen und von den erleichternden Abstimmungen der Schule Alter Teichweg und dem Olympiastützpunkt zu profitieren – beide sind seit mehreren Jahren eine Kooperation zur Unterstützung von Hochleistungssportlern eingegangen.

Was habe ich in zwei Jahren Hochleistungssport erreicht und wo möchte ich noch hin? (Meine Leistungsangaben können Sie im Internet nachprüfen.)

Von ungefähr Platz 30 in meiner Altersklasse habe ich mich im ersten Jahr auf Platz 15 bis 20 verbessert. Zu den diesjährigen Deutschen Meisterschaften und am Ende meines zweiten Hochleistungssportjahres bin ich zusammengenommen unter die besten fünf Schwimmer gekommen und habe ein Jahrgangsfinale der Jahrgänge 1988/89 (200m Kraul mit 1:54, 93) erreicht – das Finale über 400m-Kraul habe ich mit 4:07,28 nur um eine zehntel Sekunde verpasst.

Fazit der Saison 2005/2006 war: Angesichts einer schweren Darminfektion und eines massiven, bisher bei mir noch nie aufgetretenen Heuschnupfens in der härtesten Vorbereitungszeit habe ich sehr gute Resultate erzielt. Momentan habe ich die Überzeugung, im nächsten Jahr die meisten meiner Konkurrenten schlagen zu können, weil ich noch nicht so “verbraucht” bin wie sie, die schon viele Jahre und vom Kleinkindalter an im “Schwimmzirkus” unterwegs sind.

In den Jahren 2007 und 2008 habe ich endlich den Durchbruch geschafft,, ich stande mit 1:47,54 min. auf der Kurzbahn (25m) unter den Top 100 der Weltrangliste, kurzzeitig sogar Top 50. Bei mehreren internationalen Schwimmfestivals in Aachen und Darmstadt konnte ich erste Plätze verzeichnen – in Darmstadt gelang es mir sogar ein Triple zu schaffen über 50, 100 und 200m Freistil gewann ich dort. Ende 2008 musste ich mich leider von der Zusammenarbeit mit Carsten Gooßes verabschieden.

Derzeit studiere ich im zweiten Semester Informatik, dass erste habe ich gut überstanden und konnte damit zeigen, dass Studium und Hochleistungssport möglich ist.

In jedem Falle habe ich mir vorgenommen, mich für London 2012 zu qualifizieren. Dann bin ich Mitte 20 und müsste meinen Leistungszenit erreichen, wenn ich gesund bleibe.

Name:
Sven Thöne
Geboren am:
18.01.1988
Geburtsort:
Hamburg
Wohnort:
Hamburg
Größe:
194 cm
Gewicht:
91 kg
Familie:
Ilona und Burkhard Thöne, Bruder: Jens Thöne
Beruf:
Informatik Studium, später Sportinformatik
Hobbies:
diverse Sportarten, Angeln, Lesen
Startrecht:
AMTV / FTV Hamburg
Trainer:
Bernd Berkhan
Vereinstrainer:
ehemalig: Christian Andresen, derzeitig: Bernd Berkhan
© 2008 Sven Thöne